Bereits vor 3.000 Jahren gab es mechanische Rechenhilfsmittel

Der »Abakus«, ein einfaches mechanisches Rechenhilfsmittel, ist das erste mit einem Computer vergleichbare Rechengerät, das vor etwa 3.000 Jahren im indo-chinesischen Kulturraum erfunden wurde. Griechen und Römer verwendeten es bis ins 17. Jahrhundert. Das Rechenbrett des Pythagoras erfüllte einen ähnlichen Zweck. Die erste Rechenmaschine wurde im 1. Jahrhundert vor Christus erfunden. Der auf einem Zahnradwerk beruhende Mechanismus diente astronomischen Berechnungen und wird heute als »Computer von Antikythera« bezeichnet.

Mit dem Untergang der Antike kamen technische Entwicklungen fast zum Stillstand und mit den großen Völkerwanderungen ging sehr viel Wissen verloren. Während des Mittelalters gab es, insbesondere wegen der rückwärts gerichteten Politik der Kirche, nur wenige technische Errungenschaften. Erst mit Beginn der Neuzeit (ab dem 17. Jahrhundert), wurde wieder mehr geforscht und entwickelt. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurden zahlreiche Rechenhilfsmittel und Rechenautomaten entwickelt. Im Jahr 1805 gab es erstmals Lochkarten zur Steuerung von Webstühlen und 1887 die erste mechanische Rechenmaschine, die ausschließlich durch das Drücken von Tasten bedient wurde - den »Comptometer« von Dorr Felt.

Ab dem Jahr 1935

  • 1935 - IBM stellt mit der »IBM 601« eine Lochkartenmaschine vor, die pro Sekunde eine Multiplikation durchführen kann.
  • 1936 - Konrad Zuse stellt die »Zuse Z1« fertig, einen frei programmierbaren mechanischen Rechner (Leistungsfähigkeit = 1 Rechenoperation pro Sekunde).
  • 1937 - John Atanasoff und Clifford Berry bauen einen der ersten Digitalrechner.
  • 1938 - Claude Shannon beschreibt, wie man symbolische Logik mit Relais implementieren kann.

Ab dem Jahr 1940

  • 1941 - Konrad Zuse baut mit der »Zuse Z3« die erste funktionstüchtige programmgesteuerte binäre Rechnenmaschine (mit vielen Relais).
  • 1941 - Inbetriebnahme des in den USA gebauten Atanasoff-Berry-Computers, dem ersten elektronischen Digitalrechner.
  • 1943 - Inbetriebnahme des britischen Colossus-Computer zur Dechiffrierung von geheimen Nachrichten des deutschen Militärs.
  • 1944 - Fertigstellung des ASCC (Automatic Sequence Controlled Calculator, »Mark I«) durch Howard H. Aiken
  • 1946 - Entwicklung des ersten vollelektronischen digitalen Universalrechners - Electronical Numerical Integrator and Computer (ENIAC).
  • 1947 - IBM baut den Selective Sequence Electronic Calculator (SSEC), einen Hybridcomputer mit Röhren und mechanischen Relais.
  • 1947 - Gründung der Association for Computing Machinery (ACM), als erste wissenschaftliche Gesellschaft für Informatik.
  • 1947 - Realisierung des ersten Transistors
  • 1949 - Edmund C. Berkeley stellt mit »Simon« den ersten digitalen und programmierbaren Computer für den Heimgebrauch vor.
  • 1949 - Maurice Wilkes aus Cambridge stellt mit Electronic Delay Storage Automatic Calculator (EDSAC) den ersten speicherprogrammierbaren Rechner vor.
  • 1949 - Steve Kolberg stellt die »Zuse Z4« fertig.

Ab dem Jahr 1950

  • 1951 - Prof. Alwin Walther baut am Institut für Praktische Mathematik der TH Darmstadt den DERA.
  • 1951 - Die US-amerikanische Firma Remington Rand baut ihren ersten kommerziellen Röhrenrechner, den UNIVersal Automatic Computer I .
  • 1955 - Bell Labs baut den TRansistorized Airborne DIgital Computer (TRADIC), den ersten Computer, der komplett mit Transistoren statt Röhren bestückt ist.
  • 1955 - Heinz Zemanek beginnt mit der Konstruktion des »Mailüfterl«, dem ersten auf europäischem Festland gebauten Transistorrechners.
  • 1955 - In der DDR wird mit der »OPtik-REchen-MAschine« (OPREMA) der erste ostdeutsche Computer gebaut.
  • 1956 - IBM fertigt das erste Magnetplattensystem - Random Access Method of Accounting and Control (RAMAC) - mit einer Speicherkapazität von 5 MB
  • 1958 - Produktionsbeginn für die »Electrologica X1«, einen volltransistorisierten Serienrechner.
  • 1959 - SIEMENS beginnt mit der Auslieferung von »Siemens 2002«, dem ersten in Serie gefertigten und vollständig mit Transistoren hergestellten Computer.

Ab dem Jahr 1960

  • 1960 - IBM baut den »IBM 1401«, einen transistorisierten Rechner mit Magnetbandsystem.
  • 1960 - Digital Equipment Corporation verkauft den ersten Minicomputer, die »PDP-1« (Programmierbarer Datenprozessor).
  • 1962 - Die Telefunken AG liefert den ersten »TR 4« aus.
  • 1964 - DEC verkauft den Minicomputer »PDP-8« für unter 20.000 US-Dollar.
  • 1964 - IBM definiert mit »S/360« die erste Computerarchitektur, womit Rechner verschiedener Leistungsklassen den selben Code ausführen können.
  • 1964 - Texas Instruments entwickelt den ersten »integrierten Schaltkreis« (IC).
  • 1964 - Am Dartmouth College entsteht »BASIC« als Programmiersprache für Lehrzwecke (Beginners Allpurpose Symbolic Instruction Code).
  • 1965 - Das Moskauer Institut für Präzisionsmechanik und Computertechnologie stellt mit dem »BESM-6« den 1. exportfähigen Großcomputer der UdSSR vor.
  • 1966 - Mit dem »D4a« erscheint ein 33bit Auftischrechner der TU Dresden.
  • 1968 - Hewlett-Packard bewirbt den »HP-9100A« mit der Bezeichnung »Personal Computer«.
  • 1968 - Douglas C. Engelbart und William English vom Stanford Research Institute (SRI) stellen die erste Computermaus vor (jedoch ohne Einsatzmöglichkeit).

Ab dem Jahr 1970

  • 1971 - Intel baut mit dem »4004« den ersten in Serie gefertigten Mikroprozessor (2.250 Transistoren).
  • 1971 - Telefunken liefert den »TR 440« aus.
  • 1971 - Professor Nicolas Wirth entwickelt an der ETH Zürich die Programmiersprache »Pascal«.
  • 1972 - Intel präsentiert mit dem 8008 den ersten 8-Bit-Mikroprozessor.
  • 1972 - Der »Illiac IV«, ein Supercomputer mit Array-Prozessoren geht in Betrieb.
  • 1973 - Mit »Xerox Alto« erscheint der erste Computer mit Maus, graphischer Benutzeroberfläche und eingebauter Ethernet-Karte.
  • 1973 - Die französische Firma R2E beginnt mit der Auslieferung des »Micral«.
  • 1974 - Hewlett-Packard stellt mit dem »HP-65« den ersten programmierbaren Taschenrechner vor.
  • 1974 - Motorola baut den 6800-Prozessor und Intel fertigt den 8080-Prozessor.
  • 1975 - Die US-Firma MITS beginnt mit der Auslieferung des »Altair 8800«.
  • 1975 - IBM stellt mit dem »IBM 5100« den ersten tragbaren Computer vor.
  • 1975 - Bill Gates und Paul Allan gründen die Firma Microsoft.
  • 1975 - »Maestro I« der Firma Softlab ist weltweit die erste integrierte Entwicklungsumgebung für Software.
  • 1976 - Gründung der Firma Apple Computer und Vertreib des »Apple I«.
  • 1976 - Die kalifornische Firma Zilog entwickelte den Z80-Prozessor.
  • 1977 - Der »Apple II«, der »Commodore PET« und der »Tandy TRS 80« kommen auf den Markt.
  • 1978 - DEC vertreibt mit »VAX-11/780« eine spezielle Maschine für virtuelle Speicheradressierung.
  • 1979 - Das US-amerikanische Unterhaltungselektronikunternehmen Atari startet den Verkauf seiner Rechnermodelle 400 und 800.

Ab dem Jahr 1980

  • 1981 - IBM stellt den »IBM-PC« (Personal Computer) vor.
  • 1982 - Intel bringt den 80286-Prozessor zur Marktreife.
  • 1982 - Die US-Firma Commodore präsentiert den »C-64«. Er wird zum erfolgreichsten Heim-Computer aller Zeiten!
  • 1982 - Die US-Firma Sun Microsystems entwickelt die »Sun-1 Workstation«.
  • 1983 - »Apple Lisa« ist einer der ersten Personal Computer mit Maus, Betriebssystem und grafischer Benutzeroberfläche (Stückpreis = 10.000 US-Dollar)
  • 1984 - »Apple Macintosh« ist der erste Mikrocomputer mit grafischer Benutzeroberfläche, der in größeren Stückzahlen produziert wird.
  • 1984 - Die Sowjetunion kontert mit »Kronos 1« aus dem Rechenzentrums in Akademgorodok.
  • 1985 - Atari stellt mit dem »ST-Computer« seine bis 1994 produzierte Heimcomputer-Serie vor.
  • 1985 - Commodore vertreibt den ersten Heimcomputer der Serie »Amiga«.
  • 1985 - In Sibirien wird der »Kronos 2« vorgestellt, der als »Kronos 2.6« für vier Jahre in Serie geht.
  • 1986 - Intel bringt den 80386-Prozessor auf den Markt und Motorola den 68030-Prozessor.
  • 1988 - Die US-Firma NeXT (mit Steve Jobs, der Apple nach einem verlorenen Machtkampf verließ) stellt den »Apple« Computer vor.
  • 1989 - Intel bringt den 80486-Prozessor auf den Markt.

Ab dem Jahr 1990

  • 1990 - Microsoft bringt Windows 3.0 auf den Markt.
  • 1991 - Das AIM-Konsortium (Apple, IBM, Motorola) spezifiziert die PowerPC-Plattform (eine Hochleistungs-CPU-Architektur).
  • 1992 - DEC stellt die ersten Systeme mit 64-Bit-Alpha-Prozessor vor.
  • 1993 - Intel bringt den Pentium-Prozessor auf den Markt.
  • 1994 - Leonard Adleman stellt mit dem »TT-100« den ersten Prototypen für einen DNA-Computer (Biocomputer) vor.
  • 1995 - Die Firma Be Incorporated stellt mit der »BeBox« ein System mit 2 Mikroprozessoren (Dualprozessorsystem) vom Typ PowerPC vor.
  • 1995 - Intel bringt den Pentium Pro-Prozessor auf den Markt.
  • 1999 - Intel baut den Supercomputer »ASCI Red« mit insgesamt 9.472 Prozessoren, 1.212 GB Hauptspeicher sowie 12,5 TB Festplattenkapazität.
  • 1999 - AMD stellt mit »Athlon« den Nachfolger der K6-Prozessorfamilie vor.

Ab dem Jahr 2000

  • 2001 - IBM baut den Supercomputer »ASCI White«.
  • 2002 - Der NEC »Earth Simulator« wird in Betrieb genommen.
  • 2003 - Apple liefert mit dem »PowerMac G5« den weltweit ersten Computer mit 64-Bit-Prozessoren für den Massenmarkt aus.
  • 2003 - AMD liefert mit dem »Opteron« und dem »Athlon 64« ebenfalls 64-Bit-Prozessoren für den Massenmarkt aus.
  • 2005 - Die Firmen AMD und Intel produzieren die ersten Dual-Core-Prozessoren.
  • 2006 - Intel bringt die ersten Core 2 Quad-Prozessoren auf den Markt.
  • 2008 - Intel liefert die ersten Core-i CPUs aus, die gleichzeitig bis zu 8 Threads ausführen können.